Eine der größten Sparten im grafischen Design ist das Produzieren von Printprodukten. Was sind gängige Fehler beim Herstellen von Druckdateien? Wie funktioniert der Offsetdruck und wofür braucht man einen Druckraster? Welche Möglichkeiten bietet der Bereich Veredelung? Antworten auf all diese und noch viele weitere Fragen wurden im 2. Semester des Masterstudienganges Communication Design durch Kooperation mit verschiedenen Firmen und Druckereien erarbeitet. Bei einem Besuch in der Sappi Papierfabrik in Gratkorn wurden riesige Maschinen sowie das Logistikzentrum von einem der weltweit größten und modernsten Produktionsanlagen für gestrichenes Papier besichtigt. Zusätzlich wurde vom Sales Manager Christoph Preitler eine Vorlesung über die Details der Papierherstellung abgehalten. Des Weiteren besuchten die Studierenden die Universitätsdruckerei Klampfer in St.Ruprecht an der Raab sowie die Medienfabrik Graz. In beiden Standorten wurden die dort verfügbaren Druckverfahren sowie Eigenheiten in Herstellung und Veredelung präsentiert und an den laufenden Maschinen kennengelernt. Die beiden Lehrenden Horst Hrastar und Christian Greiner führten die Besichtigungen der Druckereien durch und hielten ebenso Seminare zu druckspezifischen Themen ab. Ebenso wurden die Studierenden durch eine Besichtigung der Druckwerkstätte DruckZeug und der Infinitive Factory in Graz zurück in die Zeit der Buchsetzerei mit Bleilettern und das Prägen mit Klischees versetzt. Hier durften die Studierenden auch selbst Hand anlegen, es wurden aus den unzähligen Bleischriften aus alten Zeiten verschiedene und einzigartige Karten bedruckt und geprägt. Der letzte Stopp der Besichtigungen wurde in der Buchbinderei Gutmann in Fernitz abgehalten. Die Inhaberin Maria Walter empfing alle Studenten herzlich und zeigte die verschiedensten Maschinen, mit denen Magazine und Bücher endgefertigt werden. Nach der Besichtigung wurden die Studierenden dazu eingeladen, sich selbst zu verwirklichen. Es wurden Booklets per Hand gebunden, Buchrücken mit Leim verklebt, verschiedenste Einbände gestaltet sowie mit Bleilettern gesetzte Heißfolienprägungen in allen Farben durchgeführt. Als Ergebnis des Semesters sollte ein Printprodukt nach Wahl gefertigt werden, in welchem sich alle wichtigen Informationen, die in dem gesamten Semester eingeholt wurden, befinden sollten. Die komplette Gestaltung sowie das Konzept dahinter stand jedem Studierenden frei – alle Lehrenden aus dem Semester standen für eine Beratung zur Herstellung frei zur Verfügung, bei Frau Maria Walter durften alle in der Buchbinderei vorhandenen Maschinen und Materialien verwendet werden. Die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Text: Körösi Miriam; Photography: Studierende CMS 17